Die Ayurveda-Massage ist eine jahrtausendealte therapeutische Praxis aus dem Ayurveda, dem über 5.000 Jahre alten traditionellen indischen Medizinsystem. Bekannt als Abhyanga in Sanskrit, bildet diese Warmölmassage einen der Grundpfeiler der ayurvedischen Behandlung und zielt darauf ab, das Gleichgewicht der drei Doshas (Vata, Pitta, Kapha) wiederherzustellen, die die körperliche und emotionale Konstitution jedes Menschen bestimmen. In der Schweiz wird die Ayurveda-Massage von zertifizierten Therapeut:innen in Wellnesszentren, Spas und Privatpraxen in Genf, Lausanne, Zürich, Bern und im ganzen Land praktiziert. Vor der Sitzung beurteilt der Therapeut die Dosha-Konstitution des Patienten durch eine ayurvedische Bewertung (Prakriti), um das passende Öl — Sesam für Vata, Kokos für Pitta, Senf für Kapha — und die geeignete Massagetechnik auszuwählen. Die Abhyanga-Massage zeichnet sich durch lange, fliessende, umhüllende Streichbewegungen über den gesamten Körper aus, wobei eine grosszügige Menge warmes, mit Heilkräutern infundiertes Öl verwendet wird. Der Druck variiert je nach dominantem Dosha: sanft und nährend für Vata, moderat und kühlend für Pitta, kräftig und anregend für Kapha. Die Vorteile sind vielfältig: Verbesserung der Blut- und Lymphzirkulation, tiefe Hautnährung, Lösung von Muskelverspannungen, Beruhigung des Nervensystems, Stärkung des Immunsystems und Ausleitung von Giftstoffen (Ama). Neben Abhyanga gibt es zahlreiche weitere Formen: Shirodhara (warmer Ölstrahl auf die Stirn), Udvartana (Kräuterpulvermassage), Pinda Sweda (warme Kräuterstempel), Marma (Vitalpunktstimulation) und Padabhyanga (Fussmassage). In Portugal erlebt die Ayurveda-Massage einen bedeutenden Aufschwung, angetrieben durch das wachsende Interesse an traditionellen Medizinsystemen und ganzheitlichem Wohlbefinden.